Mit dieser Frage hat mich Ekkard heute früh überrascht. Natürlich wollte ich nicht, aber nachdem uns keine wirklich guten Alternativen eingefallen sind, haben wir uns dann doch für einen Start entschieden.
Zuerst einmal musste ich mich auf die Kälte und Feuchtigkeit draußen einstellen, bevor ich in den Tag starten konnte. Bevor mir das gelungen ist, hat mich allerdings die Feststellung eingeholt, dass die Feuchtigkeit nicht nur draußen ist, sondern auch im Zelt. Naja, so ist das eben beim Zelten. Regnet es erst mal machen die nassen Dinge alle anderen Sachen auch nass, so dass sich eine Einheitsfeuchtigkeit in Allem einstellt, was Feuchtigkeit aufnehmen kann. Prinzipiell wäre mir das egal, aber sogar meine Fahrradklamotten wollten von der Nässe etwas abhaben und haben gleich ordentlich zugeschlagen. Als Lösung habe ich mich entschieden alle Fahrradklamotten für den Tag zu mir in den Schlafsack zu holen, damit ich sie warmkuscheln kann. Das Prblem dabei war aber, dass Ekkard nicht mit seinen Klamotten kuscheln wollte sondern lieber frühstücken. Also langerer Rede kurzer Sinn: rein in die feuchten Sachen und den Tag starten.
Aufgrund des auf 7:30 Uhr zurückverlegten Starts hatte es tatsächlich schon 6,5°C und wir konnten uns nicht ohne unsere Regen- und Matschschutzgarderobe auf den Weg machen (obwohl die Sonne schien). Die Streckenführung hat uns heute viel besser gefallen als die bisherigen Tage. Es hätte fast eine schöne Ausfahrt in den Alpen sein können. Sogar die angekündigten Singletracks waren zumindest zum Teil akzeptabel. Einige haben uns aber mehr an Spaghetti erinnert, die lieblos irgendwo hingeworfen wurden.
Meine Hauptsorge bestand heute darin, wie ich die 2.000 hm ohne Bremsen überstehen sollte. Die Bremsbelege vorn und hinten waren von gestern total verschliessen, so dass ich schon Metall auf Metall gehört habe, sobald ich zu bremsen begann. Außerdem hat meine Kette üble Pfeiftöne von sich gegeben. Aufgrund der späten Ankunft gestern abend und der Tatsache, dass die Bikes erst im Lauf der Nacht fertig gewaschen waren, hatte ich keine Möglichkeit, mich noch darum zu kümmern.
Das Kettenproblem war einfach gelöst. Am ersten Anstieg des Tages wurde die Kette mit Öl bedacht, was die Kette mit hübschem Schnurren quittiert hat. Das Bremsproblem war im Anstieg noch nicht so relevant, so dass ich es vorerst hinter den körperlichen Sorgen angestellt habe. Aber spätestens in der ersten Abfahrt wurde klar, dass ich so nicht über den Tag kommen werde. An der ersten Verpflegungsstelle habe ich also die Servicestation aufgesucht und mir den einen mitgenommenen Satz Bremsbeläge hinten einbauen lassen. Für vorne hatte die Jungs nicht extakt die richtigen Beläge dabei, konnten aber trotzdem welche einbauen, die den Job zufriedenstellend erledigt haben.
Der Rest war wie schon gesagt eine nette Radtour. Wir sind als Vorletztes Team von der ersten Verpflegung aufgebrochen und haben uns kontinuierlich dem Ziel entgegengekämpft. Am Ende waren wir sogar noch so rechtzeitig im Camp, dass wir jetzt etwas Relaxen können.
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